JF: Henkel tritt Freien Wählern bei
BERLIN. Der frühere Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, ist den Freien Wählern beigetreten. Das gab Henkel am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Frei-Wähler-Chef Hubert Aiwanger in Berlin bekannt. Er wolle die Freien Wähler bereits bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein im kommenden Jahr unterstützen. Hauptaugenmerk liege aber auf der Bundestagswahl 2013. Hier sei ein Ergebnis von fünf Prozent plus x angestrebt.
Die Freien Wähler seien die einzige vernünftige politische Kraft, die gegen den „Euro-Rettungswahnsinn“ kämpfe, begründete Henkel seine Entscheidung. Die FDP habe dagegen mit ihrer Unterstützung des Euro-Rettungsschirms „politischen Selbstmord“ begangen.
Henkel strebt kein Mandat an
Seiner Ansicht nach habe die FDP ihren aus drei Eckpunkten bestehenden liberalen Geist aufgegeben. Das Prinzip der Selbstverantwortung sei der Vergemeinschaftung der Schulden gewichen, der Wettbewerb der Harmonisierung, und das Subsidiaritätsprinzip hätten die Liberalen nicht nur aufgegeben, sondern sogar ins Gegenteil verkehrt.
Henkel betonte allerdings, er strebe kein politisches Mandat an. Dafür sei er mit seinen 71 Jahren zu alt. Außerdem wolle er sich seine Unabhängigkeit bewahren. Nur im äußersten Notfall würde er sich einem entsprechenden Wunsch nicht kategorisch verweigern, sagte er. Dies bedeute aber nicht, daß er Interesse an einem Mandat habe.
Quelle:
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M57a91c86fa9.0.html?PHPSESSID=49594860c722ff2797d345edde7b80fe
Die Pressemitteilung zur Gründung des Landesverbandes: “Konservative Opposition bündelt Kräfte Bündnis für Freiheit und Demokratie gründet Landesverband Sachsen Das bundesweite Bündnis für Freiheit und Demokratie gründet am Samstag, 27. November 2010, in Bautzen unter dem Motto „Freiheitlich und Heimatverbunden“ den Landesverband Sachsen. Dabei werden erste Eckpunkte eines Grundsatzprogrammes diskutiert und beschlossen und der Vorstand des neuen sächsischen Landesverbandes gewählt. Das Bündnis strebt die Zusammenführung der zahlreichen Kleinparteien im freiheitlich-konservativen und patriotischen Lager an, unter Mitwirkung von politischen Vereinen und parteiungebundenen Einzelpersonen. Bereits gegründet wurden der Gebietsverband Nord (umfasst derzeit die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen) und der Gebietsverband Süd (umfasst derzeit die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg). Das Bündnis soll schließlich in eine gemeinsame Partei münden. Als Gastredner wird Professor Ralph Weber von der Universität Greifswald zum Thema „Deutschland braucht eine starke einheitliche konservative Opposition“ sprechen.”



