Unvorstellbar aufwändige Spionage im Netz: Amerika liest mit
In einem ausführlichen Artikel aus der Wirtschaftswoche wird geschildert, wie aufwändig und breit angelegt in den USA das Weltweite Netz ausspioniert wird. Besonders abgesehen haben es die US-Schnüffler auf Wirtschafts- und Firmendaten. Lesen Sie selbst und machen Sie sich ein Bild davon, auf welche ausgefeilte und rechtlich fragwürdige Weise sich der US-Netz-Spionagedienst National Security Agency (NSA) in Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland angesiedelt, zusammen mit Parallelinstitutionen im Rahmen des Spionagegesetzes Patriot Act gigantische Datenmengen aneignet.
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Google, Apple & Co. geraten immer wieder in Kritik, weil sie Nutzerdaten horten. Dabei sind die größten Datensammler amerikanische Geheimdienste, die mit immer neuen Technologien Milliarden Mails, Kurznachrichten und Web-Telefonate auswerten.
Es ist zehn Tage vor Heiligabend, als im Hauptquartier des Kurznachrichtendienstes Twitter in San Francisco ein geheimes Schreiben der US-Regierung eingeht – ein sogenannter Nationaler Sicherheitsbrief. Die Behörden fordern das Internet-Startup darin auf, die Daten einer Handvoll prominenter Nutzer auszuhändigen. Darunter die von Wikileaks-Gründer Julian Assange, der seit der Veröffentlichung geheimer Regierungsunterlagen über Nacht zum Staatsfeind Amerikas avancierte.
Die US-Regierung will nicht nur die Namen derer wissen, die regelmäßig Twitter-Nachrichten von Wikileaks verfolgen – aktuell sind das mehr als eine Million Menschen. Twitter soll auch offenlegen, wem Wikileaks-Mitglieder vertrauliche Direktnachrichten schicken.
Spionage im Namen der Terrorabwehr
Eine richterliche Anordnung brauchen die Beamten dafür nicht, das Schreiben reicht. Und der Empfänger darf noch nicht einmal darüber sprechen: Eine Geheimhaltungsklausel verpflichtet ihn zur Verschwiegenheit. Abertausende Briefe verschicken die Bundespolizei FBI und die Geheimdienste Jahr für Jahr. Abertausende Mal händigten Unternehmen die Daten widerstandslos aus. Twitter nicht. Das Unternehmen zieht gegen die Schweige-Klausel vor Gericht und bekommt recht.
Die Briefe aber, die Unternehmen zur Herausgabe der Daten zwingen, sind nur ein kleiner Baustein in einem groß angelegten Plan, das gesamte Internet zu belauschen. Mit immer neuen Techniken und Analyseverfahren überwachen die USA im Namen der Terrorbekämpfung und Spionageabwehr den Rest der Welt – so lückenlos wie nie zuvor: E-Mails, Web-Telefonate und Online-Datenspeicher, nichts ist sicher vor den Augen Amerikas.
US-Präsident Barack Obamazu diesem Zweck das umstrittene Spionagegesetz Patriot Act um weitere vier Jahre. Ein Gesetz, dass den US-Geheimdiensten weitreichende Überwachungskompetenzen zusichert. Das bereitet IT-Verantwortlichen in Europa Kopfschmerzen. Denn zeitgleich verlagern immer mehr Unternehmen Daten und Software ins Internet.
Dieses sogenannte Cloud Computing ist oft billiger, weil Firmen dadurch weniger eigene Server im Keller unterhalten müssen. Laut den Marktforschern von Forrester steigt der weltweite Umsatz mit solchen Diensten von jährlich 41 Milliarden Dollar bis 2020 auf 241 Milliarden Dollar.
Auf “der Seite der Wirtschaftswoche “ können Sie den ausführlichen Artikel weiterlesen.
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Es dürfe wohl kaum zu weit hergeholt sein, wenn man annimmt, daß von der US-Spionage politische Geschehnisse und Bestrebungen weltweit mit Argusaugen beobachtet werden. Dies gilt gewißlich besonders für alles, was sich im besiegten und besetzten Deutschland tut. Wer von uns hat wohl schon seine Akte…?
P.S. Daß hier regelmäßig seit Beginn an von einem “Nutzer” aus dem Silicon Valley mitgelesen wird, ist uns schon lange aufgefallen, was das letztlich zu bedeuten hat, darüber kann man nur mutmaßen.




