Kategorie: Petitionen

Petition: Finanzpolitik – Europäischer Stabilitätsmechanismus

Text der Petition

Der Bundestag möge beschließen, sich umfassend gegen den geplanten künftigen Europäischen Stabilitätsmechanismus – ESM – auszusprechen.

Begründung

Nach dem vorliegenden Vertragsentwurf zum ESM wird Deutschland laut Aufteilungsschlüssel für 27,15 % der Gesamtsumme von 700 Mrd. Euro bürgen; dies entspricht 190,05 Mrd. Euro.

Der Bundeshaushalt 2011 beträgt 305,8 Mrd Euro. Damit würde Deutschland aktuell mit 62,3 % seines Bundeshaltes bürgen. Bürgen bedeutet, die Zahlungen zu übernehmen, wenn der Schuldner ausfällt. Ein Zahlungsausfall verschiedener Länder, die den ESM in Anspruch nehmen könnten ist nach Faktenlage sehr wahrscheinlich. Dies ist aktuell an Griechenland (mit einem Schuldenstand zum 31.03.2011 von 354 Mrd. Euro) zu erkennen, welchem die Rettungsgelder in Höhe von 110 Mrd. Euro offenkundig nicht helfen und für das aktuell bereits Umschuldungen, bzw. weitere Hilfsgelder diskutiert werden.

Der Vertragsentwurf zum ESM sieht vor, dass der ESM finanzielle Mittel mobilisieren (= Kredite beschaffen) soll (Artikel 3 und 17)); ein Grundkapital bedingungslos einzuzahlen ist (Artikel 8; auf Deutschland entfallen 22 Mrd. Euro, die kreditfinanziert werden sollen); Änderungen am Grundkapital selbstständig beschließen (Artikel 10) kann; bei Ausfall eines ESM Mitgliedes diese Summe durch die restlichen Mitglieder zu tragen ist (In allerletzter Konsequenz bedeutet dies, das der letzte übrigbleibende Bürge für 700 Mrd. Euro haftet); der ESM sowie seine Führungspersönlichkeiten gerichtliche Immunität besitzen (Artikel 27 und 30).

Der Vertragsentwurf sieht keinerlei parlamentarische Kontrolle zu Auszahlungen und potenziellen Aufstockungen vor. Dies würde in haushaltsrechtlicher Hinsicht de facto eine Entmachtung der nationalen Parlamente bedeuten. Und selbst wenn es eine parlamentarische Kontrolle gäbe: könnten sich die Parlamentarier dem ungeheuren Druck widersetzten und Zahlungen verweigern? Mai 2010 hat gezeigt, dass sie es nicht können.

Im Artikel 16 heißt es weiter, das der ESM die Liste der in Artikel 14 und 15 vorgesehenen Finanzhilfe-Instrumente überprüfen und daran vorzunehmende Änderungen beschließen kann. Wenn die Finanzprodukte, die der ESM zu Erledigung seiner Arbeit einsetzen muss, vom ESM allein verändert werden können, wer kontrolliert dann das Risiko? Das lässt auch die politische Beteuerung sehr unglaubwürdig erscheinen, Deutschlands Anteil am genehmigten Grundkapital – 190 Mrd. von 700 Mrd. – stehe unverrückbar fest. Der ESM stellt sich nach dem Vertragsentwurf als eine sehr unabhängige Institution dar und es sieht so aus, als werde hier viel mehr als eine reine Verrechnungsstelle installiert. Es wird eine neue Behörde geschaffen, deren Verantwortliche strafrechtliche Immunität genießen sollen – weshalb eigentlich? -, die nur gewählten Parlamentariern zusteht.

Die geplante Streichung der no-bail-out-Klausel in den EU-Verträgen (Art. 125) durch zusätzlich einzuführende Klauseln in Art. 136 muss in diesem Zusammenhang verhindert werden. Nur die no-bail-out-Klausel in ihrer ursprünglichen Fassung schützt Deutschland davor, für Schulden anderer Länder zu haften.

 

 

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=18123″

Petition: Staatliche Gedenktage

5. August eines jeden Jahres als „Nationaler Gedenktag für die Opfer von Vertreibung“

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge dafür Sorge tragen, dass der Beschluss, den 5. August eines jeden Jahres zum „Nationalen Gedenktag für die Opfer von Vertreibung“ zu bestimmen, umgesetzt wird.

Begründung

Für Deutschland, Europa und für die Heimatvertriebenen ist der 5. August ist von unschätzbarer Bedeutung. Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen wurde an diesem Tag proklamiert. Es ist DIE europäisch zukunftsweisende Charta, in der sich die deutschen Heimatvertriebenen in einem beeindruckenden Akt der Selbstüberwindung für den Weg des Friedens und des Miteinanders entschieden haben.
Damit haben sie schon sehr früh die Vision von einem geeinigten und friedlichen Europa entwickelt.

Deshalb ist es richtig und wichtig, den 5 August zum „Nationalen Gedenktag für die Opfer der Vertreibung“ zu machen und die Umsetzung des Beschlusses nicht weiter hinauszuzögern!!

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=18416

Aufruf zur Unterzeichnung der Petition 14686 “Ende der Deutsch-Türkischen Sozialabkommen”

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Zeichnungsende: 07.01.2011 !

Kostenlose Krankenversorgung für nicht in Deutschland lebende türkische Verwandte gehört abgeschafft!
Seit 1964 bezahlen wir die Krankenkosten für sie, obwohl sie gar nicht in Deutschland leben. Sogar die Eltern werden kostenlos mitversichert.
Ein Skandal!
Das kostet uns Milliarden und die Kassenbeiträge steigen und steigen!
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die P E T I T I O N:
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Der deutsche Bundestag möge beschließen, dass das bilaterale Abkommen – betreffend die Soziale Sicherheit – geändert und dem sich aus dem Grundgesetz ergebenden Gleichbehandlungsgrundsatz angepasst werden.
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Anmelden und unterzeichnen, um diesen Wahnsinn zu beenden!
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Sie können sich hier registrieren, und nach dem Anmelden können Sie die Petition 14686 auf https://epetitionen.bundestag.de unterzeichnen.

Aufruf zur Unterzeichnung der Petition 15500 “Deutsch ins Grundgesetz”

Sie können sich hier registrieren, und nach dem Anmelden können Sie die Petition 15500 auf  https://epetitionen.bundestag.de unterzeichnen.

Die große Unterschriftenaktion “Deutsch ins Grundgesetz” von der BILD-Zeitung und dem Verein Deutsche Sprache (VDS) hat es jetzt in den Petitionsausschuss des Bundestags geschafft. Der VDS-Vorsitzende Walter Krämer hat die Forderung von weit über 40 000 BILD-Lesern offiziell als Petition dem Bundestag vorgelegt.

Vom 7. 12. bis 19.01.2011 kann auf der Petitionsseite des Bundestages die Petition “Deutsch ins Grundgesetz” gezeichnet werden.

Bitte beteiligen Sie sich!

Erläuterung zur Petition und was sich zu einer angestrebten Aufnahme der deutschen Sprache in das Grundgesetzt sagen läßt:

Was kann und soll es eigentlich bewirken, wenn die deutsche Sprache in Artikel 22

mit dem Zusatz aufgenommen würde: „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch?“

Wenn die Landessprache als Wert in der Verfassung ausdrücklich geschützt wird, ist

dies durchaus nicht nur ein symbolischer Akt oder ein Zeichen, sondern es geht im

Kern um folgendes:

Der neue Satz im Grundgesetz bildet

a) einen bindenden Auslegungsmaßstab für die gesamte Rechtsordnung,

b) einen möglichen Ausgangspunkt für künftige Gesetzgebung.

Aber: Es geht immer nur um die Sprache im öffentlichen Raum, nicht in der

Privatsphäre. Privat kann man also weiterhin Dialekte, Regionalsprachen oder

fremde Sprachen sprechen. Manche Kritiker tun so, als wollten wir dies gerne alles

verbieten.

Zu denken wäre z.B. an gesetzliche Regelungen für

- das Kita-, Schul- und Hochschulwesen,

- Rechtstexte, Gerichte und Verwaltungen,

- öffentlichen Rundfunk und öffentliches Fernsehen,

- Verbraucherschutz,

- Arbeitnehmerschutz gegen Wechsel der Unternehmenssprache,

- Rolle der deutschen Sprache in der Europäischen Union.

Die gelegentlichen Vergleiche in der öffentlichen Diskussion mit Landesflagge, Hauptstadt oder Tierschutz sind unpassend, weil es sich um Dinge mit viel geringerem Gewicht, bei der Sprache aber um die entscheidende Grundlage der deutschen Identität handelt. Besser bezieht man sich im Vergleich beispielsweise auf die Menschenwürde oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Auch hier hat die Aufnahme dieser Werte in die Verfassung nicht sofort die Wirklichkeit verändert, sondern es mussten rechtliche Vorschriften anders interpretiert oder neu geschaffen werden. Auffällig ist an mancher Medienreaktion, dass viele Journalisten einfach aus dem Bauch heraus zu unserer Forderung abfällige Meinungen äußern, ohne das geringste Zusammenhangswissen zu haben, wie Verfassungen eigentlich wirken.   So kennen sie meist den Unterschied zwischen Organisationsnormen und Normen über Grundwerte nicht. Es kann aber auch sein, dass sie die in einer Verfassungsergänzung liegende Bindewirkung insgeheim nicht wollen, dies aber hinter geringschätzigen Äußerungen verstecken.

Dr. Kurt Gawlitta